TEUFELSFLIEGER.de

Drachen- und Gleitschirmclub Loffenau (DGL) e.V.

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Die Teufelsmühle verdankt ihren Namen keiner wirklichen Mühle, sondern einer volkstümlichen Deutung der dort vorzufindenden eiszeitlichen Blockhalden. Mangels anstehender Felsmassive und ohne das Wissen über den Transport durch früher vorhandene Gletscher ist das Vorkommen großer Felsblöcke schwer erklärbar. In einer Sage werden die verstreut liegenden Blöcke so zu Bausteinen einer vom Teufel errichteten Mühle. [Wikipedia]


 

Die Geschichte des Vereins
1977 Geburtsjahr des Drachenfliegens in Loffenau 

Ein Beitrag aus "Loffenau - gestern+heute"


Von den Anfängen der Drachensports in Deutschland   -   ein Beitrag von Uli Blumenthal

Im April 1973 hatte Pionier Mike Harker mit seinem spektakulären Flug von der Zugspitze für eine kleine TV-Sensation gesorgt und manchen Zeitgenossen zur Erfüllung von bisher für unmöglich gehaltenen Träumen animiert. Ein wahres Flugfieber brach aus, und manch ein Bruchpilot avancierte über Nacht zum Fluglehrer - mit zweifelhaften Schulungsergebnissen. 

drachenstart geschichtedesvereins1Die "1. deutsche Drachenflugschule Kiedaisch" in Stuttgart versuchte es mit mehr Professionalität und schulte nach Richtlinien des US-Halbbluts Mike Harker. Allerdings gab es noch keine allgemein anerkannten Standards, und auch die Sicherheit der flattersturzgefährdeten bunten Dacronflügel ließ stark zu wünschen übrig.Als dann aber der legendäre Sportreporter Heinz Mägerlein zur Weihnachtszeit im Fernsehen den Skiwinter 1976 einläutete und dabei auch einen etwa 15minütigen Flug im Rogallo (der NASA-Ingenieur Francis Rogallo plante die Rückführung von Raumkapseln mit Deltaflügeln und gab so unserem Sportgerät seinen Namen)   bei St. Moritz präsentierte, war`s aus mit meiner Zurückhaltung: Gleich im Frühjahr fuhr ich zum Skihang nach Freudenstadt, wo Reinhold Speidel unter den Fittichen der Flugschule Kiedaisch einen Schnupperkurs anbot.Obwohl (oder vielleicht gerade weil) sein Assistent Ottmar selbst nicht so genau wusste, wie "es" funktioniert, geriet meine erste Laufübung unversehens zu einem Hundertmeterflug. Trotz der abrupten Landung in einem Morastloch ein unbeschreibliches Gefühl - der Flugbazillus hatte mich infiziert. Ungeduldig konnte ich kaum die Wochenenden abwarten, um in Freudenstadt, in den Alpen und später am Skihang in Baiersbronn meine neuerworbenen Künste zu erproben.                      

Die 200 Höhenmeter am Stöckerkopf ließen gerade mal 2 Flugminuten zu, aber neuere Geräte mit unprofilierten Segellatten und etwas geringerer Flächentiefe ermöglichten bald schon Flüge von mehreren Minuten, was die Begeisterung weiter schürte.